Kampf gegen Rechts ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Mindestens 193 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990, eine rechte Terrorserie über 13 Jahre, ohne dass die Sicherheitsbehörden den rechtsextremen Hintergrund der Verbrechen erkannten, und die bis heute trotz diverser Untersuchungsausschüsse auf Bundes- und Landesebene nicht vollständig aufgeklärt ist, rechte Mobilisierung und rassistische Ausschreitungen wie zuletzt in Chemnitz, menschenverachtende Propaganda im Netz, die AfD im Bundestag – all das zeigt: Rechtsextreme versuchen aktiv, unsere Demokratie zu unterwandern. Besonders problematisch: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist weit verbreitet, quer durch alle Bildungsschichten.

Die Rechtspopulisten sind nicht nur anschlussfähig in die Mitte der Gesellschaft. Zunehmend üben sie auch den Schulterschluss zwischen Neo-Nazis, "Pegida", rechtsextremen Schlägertrupps und der sogenannten "Neuen Rechten". Ihre WortführerInnen schüren ein Klima der Verrohung und machen die Abwertung anderer Menschen salonfähig.

Wir alle sind gefragt, die offene Gesellschaft zu leben und zu verteidigen. Rechten Strukturen müssen wir als Demokratinnen und Demokraten geschlossen entgegentreten. Breite Bündnisse von Initiativen und Vereinen, Kirchen und Gewerkschaften, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Politik und Verwaltung sind gefordert. Hass und Hetze haben keine Chance, wenn wir ihnen unsere Solidarität, Eigeninitiative und demokratische Strukturen entgegensetzen.

Pressebericht, tagesspiegel.de, 09.11.2018

Sachsen erkennt ein weiteres Todesopfer rechter Gewalt endlich an. Doch nach wie vor ist die Statistik des Bundeskriminalamts offenbar fehlerhaft. - Grünen-Politikerin Lazar: Affront gegen die Toten

Weiterlesen

Pressebericht, Leipziger Internet Zeitung, 08.11.2018

Nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen wunderten sich ja die Zeitungskommentatoren landauf landab darüber, dass ausgerechnet die Grünen so zugelegt haben, rätselten über den "Verfall der Volksparteien" und warfen den Grünen gar Beliebigkeit vor. Aber wenn man die Wähler selbst fragte, wurde deutlicher, dass die Grünen gerade deshalb Zuspruch bekamen, weil sie – anders als die "Volksparteien" – klare Kante gegen Ausländerfeindlichkeit zeigten.

Weiterlesen

Pressebericht, Augsburger Allgemeine, 07.11.2018

Einer neuen Gesellschaftsstudie zufolge ist Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf dem Vormarsch. Welche Volksgruppen besondere Abneigung erfahren.

Weiterlesen

Pressebericht, Neues Deutschland, 07.11.2018

Nach einer Studie der Universität Leipzig stimmt jeder Dritte ausländerfeindlichen Positionen zu

Weiterlesen

Pressemitteilung, 07.11.2018

Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, zu den Ergebnissen der aktuellen Leipziger Autoritarismus-Studie

Weiterlesen

Pressebericht, netzpolitik.org, 26.10.2018

Rund 10.000 Personen sind aktuell in der "Datei Gewalttäter Sport" erfasst. Nur die wenigsten von ihnen sind Hooligans. Vor der WM schickte die Bundespolizei in 37 Fällen ihre Daten nach Russland. - Monika Lazar kritisiert die Datenübermittlung an Russland.

Weiterlesen

Pressebericht, Junge Welt, 12.10.2018

Mobilisierung rechter Gewalttäter: Nach den Menschenjagden häufen sich Übergriffe durch Neonazis in der sächsischen Stadt - "Die Art und Weise sowie auch das Ausmaß der Geschehnisse in Chemnitz dürften bei Rechtsextremisten als Erfolg verbucht werden", heißt es in der auf Anfrage der Grünen-Abgeordneten Monika Lazar erstellten Lageeinschätzung.

Weiterlesen

Pressebericht, Handelsblatt,11.10.2018

Soziale Medien als Mobilisierungsinstrument: In Chemnitz haben Rechtsextremisten erfolgreich davon Gebrauch gemacht. Das könnte Schule machen.

Weiterlesen

Pressebericht, n-tv.de, 11.10.2018

Gewaltbereite Rechtsextreme nutzen Demonstrationen nach dem Tötungsdelikt in Chemnitz als Plattform ihrer Ideologie. Sie könnten das Ausmaß der Geschehnisse als "Erfolg" verbuchen, befürchtet die Bundesregierung und warnt vor Nachahmern. - Grünen-Politikerin Lazar: Gewaltbereiter Rechtsetxremismus "eine der größten sicherheitspolitischen Herausforderungen" unserer Zeit.

Weiterlesen

Pressebericht, welt.de,  11.10.2018

Innenministerium beschreibt schnelle Mobilisierung in der Szene - Kritik von Monika Lazar: Ereignisse in Chemnitz und Festnahmen von Mitgliedern einer rechtsextremen Terrorzelle in Sachsen führten bei der Bundesregierung bisher nicht zum Umdenken

Weiterlesen